Polyneuropathie

Bmg Angebot Polyneuropathie

Zum peripheren Nervensystem gehören alle Nerven, die den ganzen Körper durchziehen. Polyneuropathien (PNP) sind häufige Erkrankungen, die aus sehr verschiedenen Gründen auftreten können und mehrere periphere Nerven gleichzeitig betreffen (peripher= am Rande, poly = viel). Zeichen einer Schädigung peripherer Nerven sind sehr vielfältig: Schmerzen, Brennen, Taubheitsgefühl, Missempfindungen, Kribbeln, Lähmungen der versorgten Muskulatur und Hautveränderungen.

In unserer Spezialsprechstunde PNP erfolgt eine gründliche Anamnese und neurologische Untersuchung. Elektrophysiologische Untersuchungen (Elektroneurographie ENG, Elektromyographie EMG, evozierte Potenziale EP) ermöglichen den Verteilungs- und den Schädigungstyp (axonal vs. demyelinisierend) zu diagnostizieren. Das Ausmass der Muskelschädigung (Denervierung) kann festgestellt werden. Durch Laboruntersuchungen wird nach den wichtigsten behandelbaren Ursachen der Polyneuropathien gesucht. Bei Bedarf kommen bildgebende Verfahren wie der Nervenultraschall und selten Computertomographie und Magnetresonanztomographie zum Einsatz.

Schwerpunkte der Sprechstunde Polyneuropathie

  • Durch Hormon- und Stoffwechselstörungen verursachten Polyneuropathien. In diese Gruppe gehören Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen, Nierenerkrankungen und Vitamin-Mangel (B1, B2, B6, B12, E).
  • Die entzündlichen Polyneuropathien: Infektionen mit Viren, Bakterien, Autoimmune Erkrankungen (z. B. HIV, Borreliose, Guillain-Barré- Syndrom).
  • Die durch Medikamente, Alkohol und Umweltgifte verursachten Polyneuropathien (z.B. bestimmte Krebsmedikamente, Metalle wie Arsen und Blei, organische Phosphorverbindungen).
  • Es gibt einige genetisch bedingte Polyneuropathien.
  • In mindestens einem Drittel der Fälle kann keine Ursache gefunden werden, es erfolgt eine symptomatische Therapie.